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30. Januar 1299 Erwerb eines
Besitzes in „Pleyt“ in Edegry
Wappen der Abtei Springiersbach
2. Februar 1352 Hof in Edegre;
Hofleute sind Heinrich und Gela, Sie geben die Hälfte des Weins ab.
1. März 1364 sind Kowzo von
Zeltank und Else Hofleute, Sie geben die Hälfte des Weins ab
Anno
1752 - 53 Neubau des Hofes unter Abt Johann Heinrich von Wassenberg
(1728- 1758)
Anno
1794 Hofmann Nikolaus Becker Weinberge: 1. Klasse 1693
Stöcke, 2. Klasse 1481 Stöcke, 3. Klasse 7262 Stöcke
In Eller hatte das Kloster anno 1794
Weinberge
1. Klasse 1030 Stöcke, 2. Klasse 1768 Stöcke, 3. Klasse 361 Stöcke
Anno
1803 Enteignung des Klosters und dessen Auflösung (
Säkularisation ) unter französischer Herrschaft durch
Napoleon Bonaparte. Versteigerung des
Hofgutes Ediger. Käufer war der Hofmann Nikolaus Becker aus
Ediger. Bis Heute lebt die Familie Becker / Borchert im Haus.
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Aus der Versteigerung Anno 1803 :
Vente De Domaines
Natinaux. N.° X , Departement de Rhin et Moselle
Donnerstags, den 21sten Fruktidor, um 9Uhr des Morgens, wird in der
Sitzung vor dem Prefekten
des Rhein- und Mosel Departements, im Prefektkurhofe, zu Folge den
Gesetzen
vom 15ten und 16ten Floreal 10ten Jahres der fränkischen Republik,
und den Beschlüssen
vom 4ten Frimar und 4ten Pluvios 11ten Jahres der fränkischen
Republik, zur schließlichen Versteigerung
und Verkauf nachgenannter Nationalgüter geschritten werden; nämlich:
Lage, Bestand und
Ursprung der Güter, Bezirk von
Koblenz, Marie Mayen, Gemeinde Ediger :
Ein Haus mit 21 Stücken Weinberg von 27 Aren 58 Centarien, 5 Stücke
Wiese von 2 Aren 39 Centarien,
und 2 Stücke Wildland von 19 Aren 45 Centarien; von der Abtey
Springiersbach herrührend,
an Bgr. Niklas Becker für 86 Franken verpachtet, und abgeschätzt
zu...
Die Güter
werden verkauft mit allen daran haftenden Aktiv- und Passivlasten,
frey von allen Schulden und
Hypotheken, Grundzinsen und Gefällen ; der Ansteigerer genießt
dieselben so wie sie der Naribn gehören,
ohne daß ihm etwas anderes als die Begrenzung verbürget werde:
weßhalben die Liebhaber
vor der Versteigerung davon auf Ort und Stelle Einsicht nehmen
können .
Die Versteigerung geschieht bei erlöschende Lichtern. Es müssen
derselben wenigstens 3 angezündet werden,
und der Zuschlag ist nicht eher entscheidend, bis das ein
nochmaliges Licht angezündet und erloschen
seyn wird, ohne daß während demselben irgend ein Gebot gemacht
worden sey.
Verfaßt und
eingereicht von dem Direktor der Einregistrierung und der
National-Domänen,
Koblenz,
den 22ten Thermidor 11ten Jahres der fränkischen Republik,
GOLBERY ,
Eingesehen vom Prefekten des Rhein-Mosel Departements CHABAN, der Generalsekrätär MASSON
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Die 1102 gegründete Abtei Springiersbach
erhielt Gaben in vielen Orten.
Im Jahre 1299 taucht zum ersten Mal ein
Weinberg in Ediger auf in „Pleyt“, der Springiersbach gehört. „Pleyt“ liegt
hinter der Stadtmauer, in der Nähe der Kirche.
1352
erfahren wir von einem Hof. Er befindet sich am Schnittpunkt von Oberbach- und
Kirchstraße.
1752 - 53 wird das alte Gebäude abgerissen und an dessen Stelle ein stattliches
Barockgebäude errichtet. In dieser Form zeigt es sich noch heute. Über dem
Hofportal ist das Klosterwappen zu erkennen. Das Kloster besaß das neue Haus nur
knapp 50 Jahre. Danach wurde die Abtei durch Napoleon aufgelöst und enteignet (
Säkularisation 1806 ).
Das Wappen am Torbogen wurde (wie die meisten Wappen im Rheinland) abgeschlagen.
Einige
Fragmente blieben erhalten. 2006 wurde
es originalgetreu Restauriert.
Der Felsenkeller geht lt. Stadtforschung auf 1299 zurück
und ist somit einer der ältesten Felsenkeller an der Mosel. Das Gebäude ist Innen und Außen prächtig
ausgestattet.
Die Original Lehmstuckdecken sind erhalten. Unter besonderem
Schutz der Denkmalpflege steht die Barocktreppe im Hauptgebäude,
das
Brunnenhaus im Innenhof und die Dachkonstruktion aus Eichebalken.
Das gesamte Anwesen steht als
Ortsbildprägendes Gebäude
unter Denkmal bzw. Ensembleschutz. Besonders in den Wohnungen Osterlämmchen, Hasensprung und
Calmont
kann man die alten Eichebinder bestaunen.
1997 - 2000 wurde die Hofanlage restauriert. In
enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt
für Denkmalpflege und dem Amt für
Dorferneuerung wurde das Anwesen "auf den Kopf gestellt." Innen und außen
von heimischen Handwerkern und ungezählter Eigenarbeit gesichert, saniert und
restauriert. Im alten Gebäudeteil wurden nur historische Baustoffe wie Stroh,
Lehm, Hanf oder Quarkfarben verwendet. Der Betonfußboden im Keller von 1930
wurde durch original Moselschieferplatten ersetzt. Eine Treppe aus 250 Jahre
alten Eichebalken wurde eingebaut und man gelangt nun sicheren Fußes hinunter,
bzw. wieder hinauf in einen historischen, original erhaltenen Weinkeller.
Das Dach wurde mit Natur - Schiefer neu eingedeckt. In der Vorderansicht mit
20er Schuppen. Diese sind doppelt so teuer als der ohnehin schon kostenintensive normale Naturschiefer. Es wurden insgesamt 22
Gauben
neu errichtet, da die alten verrottet waren. Im
Sichtbereich nach der Hauptseite wurden die Gauben in massivem Eicheholz ausgeführt. Die Fenster
sind denkmalgerechte Sprossenfenster mit doppelter Verglasung. Die Haustür Anno 1752 wurde restauriert
und erstrahlt in ihrer alten Schönheit. Der Hof ist seit der Säkularisierung
durch Napoleon 1806
im Familienbesitz.
Nach fast 3 Jahren Bauzeit entstanden in
den alten Gebäudeteilen 4 wunderschöne Ferienwohnungen mit viel Komfort im
Ambiente vergangener Zeiten für
unsere Gäste.
Der Deutsche Tourismus Verband zeichnete die Wohnungen mit 4
und 5 Sternen aus.
Die romanische und
barocke Klosteranlage Springiersbach wurde ca. 100 Jahre nach der
Säkularisation wieder Kloster.
Einzug
hielt der Orden der Karmeliten. Dieser betreut es noch Heute.
In Ediger gab es für Springiersbach auch noch einen unteren Hof, benannt
nach dem Kloster Martental von 1334 bis 1794 in der Kapellenstraße.
Springiersbach unterstand
auch das Kloster Stuben, ( Ruine gegenüber dem Calmont ). Die Stätte der
Staurothek, der bedeutendsten Reliquie des Hl. Kreuzes, welche sich heute in
Limburg / Lahn befindet.
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