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Das Mosellied
In weiten Deutschen Landen
In weiten Deutschen Landen zieht mancher Strom dahin;
von allen die ich kannte, liegt einer mir im Sinn,
oh Moselland, oh selig Land!
Ihr grünen Berge, oh Fluß und Tal,
ich grüß euch von Herzen vieltausendmal!
Und an des Stromes Bette, all überall im Tal
da stehen Dörfer, Städte und Burgen ohne Zahl.
Oh Stadt und Land, oh Moselland!
Ihr grünen Berge, oh Fluß und Tal,
ich grüß euch von Herzen vieltausendmal
Wer fröhlich führt zum Munde das Glas mit kühlem Wein,
dem duften auf dem Grunde vieltausend Blümelein.
Oh Blümelein, oh goldner Wein!
Ihr grünen Berge, oh Fluß und Tal,
ich grüß euch von Herzen vieltausendmal
Theodor Reck
Georg Schmitt
Wie das Mosellied entstand
Man schrieb das Jahr 1846, als das "Casino" in Traben-Trarbach alle seine Mitglieder einlud, mit der Begründung : "Es müsse ein Mosellied her". Schließlich lebten die Moselaner ohne eigene Hymne. Nach eingehender Beratung wurde beschlossen, eine öffentliche Ausschreibung für ein Lied vorzunehmen. Als Preis wurde ein Fuder Wein gestiftet.
Es gingen insgesamt 171 Einsendungen ein. Nach langem Beraten wurden die meisten Punkte einer Einsendung aus Dresden von Julius Otto jun. gegeben. Die Melodie stammte von seinem Vater. Die Beiden hatten den ersten Preis mit ihrem Lied "Des Deutschen Rheines Braut" errungen. Das Fuder Moselwein (1350 Flaschen) ging nach Sachsen.
Nach einiger Zeit merkte man, das Lied war zwar nicht schlecht, aber es wurde nicht angenommen. Entweder war der Text zu trocken oder es war zu lang. Nach einem Jahr trat die Jury noch einmal zusammen und schaute nach dem 2. Preisträger, "In weiten Deutschen Landen". Das Lied wurde vom Männergesangverein "Liederkranz" Trier einstudiert und verbreitete sich in Windeseile an der Mosel. Das Fuder Wein war in Dresden, doch die neue Moselhymne kam aus Neuwied und Trier. Text Herr Theodor Reck, Noten Herr Domorganist Georg Schmitt.