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Wir über uns
Zeitlinie des Kloster Weingutes
30. Januar 1299
Erwerb eines Besitzes in „Pleyt“ in Edegry, Anfang des Kloster Weingutes
1341
Die Eheleute Heinrich von Arras und Elisabeth übertragen der Abtei eine Rente zu Edegry
1352
Hof in Edegre; Hofleute sind Heinrich von Cond und Gela, Sie geben die Hälfte des Weins ab.
1. März 1364
sind Kowzo von Zeltank und Else Hofleute, Sie geben die Hälfte des Weins ab
1374
Thele Bicor aus Ediger verkauft der Abtei 6 Weingärten
Anno 1479 ( 13. Nov.)
Georg Untzen und Else die Hofleute
Anno 1550
unterer Hof, genannt Marthendaller Hoff in der Kapellenstrasse
Anno 1572 beginnend:
Ein Dingbuch (Ordnung der Arbeiten) für
beide Höfe
Anno 1752 - 53
Neubau des oberen Hofes unter Abt Johann Heinrich von Wassenberg (1728- 1758)
1781
Renovation der Güter und Lehnwingerten zu Ediger
Anno 1794
Hofmann Nikolaus Becker, Weinberge: 1. Klasse 1693 Stöcke, 2. Klasse 1481 Stöcke, 3. Klasse 7262 Stöcke
In Eller hatte das Kloster anno 1794 Weinberge: 1. Klasse 1030 Stöcke, 2. Klasse 1768 Stöcke, 3. Klasse 361 Stöcke
Anno 1803
Enteignung des Klosters und dessen Auflösung (Säkularisation) unter französischer Herrschaft durch Napoleon Bonaparte. Versteigerung des Hofgutes Ediger. Käufer war der Hofmann Nikolaus Becker aus Ediger.
Bis Heute lebt die Familie Becker / Borchert im Haus.
1102 Gründung der Abtei Springiersbach
Im Jahre 1299 taucht zum ersten Mal ein Weinberg in Ediger auf in „Pleyt“, der Springiersbach gehört. „Pleyt“ liegt hinter der Stadtmauer, in der Nähe der Kirche. 1352 erfahren wir von einem Hof. Er befindet sich am Schnittpunkt von Oberbach- und Kirchstraße.
1752 - 53 wird das alte Gebäude abgerissen und an dessen Stelle ein stattliches Barockgebäude errichtet. In dieser Form zeigt es sich noch heute. Über dem Hofportal ist das Klosterwappen zu erkennen. Das Kloster besaß das neue Haus nur knapp 50 Jahre. Danach wurde die Abtei durch Napoleon aufgelöst und enteignet ( Säkularisation 1806 ). Das Wappen am Torbogen wurde (wie die meisten Wappen im Rheinland) abgeschlagen. Einige Fragmente blieben erhalten. 2006 wurde es originalgetreu Restauriert.
Der Felsenkeller geht lt. Stadtforschung auf 1299 zurück und ist somit einer der ältesten Felsenkeller an der Mosel. Das Gebäude ist Innen und Außen prächtig ausgestattet. Die Original Lehmstuckdecken sind erhalten. Unter besonderem Schutz der Denkmalpflege steht die Barocktreppe im Hauptgebäude, das Brunnenhaus im Innenhof und die Dachkonstruktion aus Eichebalken.
Das gesamte Anwesen steht als Ortsbildprägendes Gebäude unter Denkmal bzw. Ensembleschutz. Besonders in den Wohnungen Osterlämmchen, Hasensprung und Calmont kann man die alten Eichebinder bestaunen.
Die romanische und barocke Klosteranlage Springiersbach wurde ca. 100 Jahre nach der Säkularisation wieder Kloster. Einzug hielt der Orden der Karmeliten. Dieser betreut es noch Heute.
In Ediger gab es für Springiersbach auch noch einen unteren Hof, benannt nach dem Kloster Martental von 1334 bis 1794 in der Kapellenstraße.
Springiersbach unterstand auch das Kloster Stuben, (Ruine gegenüber dem Calmont). Die Stätte der Staurothek, der bedeutendsten Reliquie des Hl. Kreuzes, welche sich heute in Limburg / Lahn befindet.
1997
- 2000 wurde die Hofanlage restauriert. In enger Zusammenarbeit
mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Amt für Dorferneuerung wurde
das Anwesen "auf den Kopf gestellt." Innen und außen von heimischen
Handwerkern und ungezählter Eigenarbeit gesichert, saniert und
restauriert. Im alten Gebäudeteil wurden nur historische Baustoffe wie
Stroh, Lehm, Hanf oder Quarkfarben verwendet. Der Betonfußboden im
Keller von 1930 wurde durch original Moselschieferplatten ersetzt. Eine
Treppe aus 250 Jahre alten Eichebalken wurde eingebaut und man gelangt
nun sicheren Fußes hinunter, bzw. wieder hinauf in einen historischen,
original erhaltenen Weinkeller.
Das Dach wurde mit Natur - Schiefer neu eingedeckt. In der Vorderansicht mit 20er Schuppen. Diese sind doppelt so teuer als der ohnehin schon kostenintensive normale Naturschiefer. Es wurden insgesamt 22 Gauben neu errichtet, da die alten verrottet waren. Im Sichtbereich nach der Hauptseite wurden die Gauben in massivem Eicheholz ausgeführt. Die Fenster sind denkmalgerechte Sprossenfenster mit doppelter Verglasung. Die Haustür Anno 1752 wurde restauriert und erstrahlt in ihrer alten Schönheit. Der Hof ist seit der Säkularisierung durch Napoleon 1806 im Familienbesitz.
Nach fast 3 Jahren Bauzeit entstanden in den alten Gebäudeteilen 4 wunderschöne Ferienwohnungen mit viel Komfort im Ambiente vergangener Zeiten für unsere Gäste. Der Deutsche Tourismus Verband zeichnete die Wohnungen mit 4 und 5 Sternen aus.